Spenden: Aggerfreibad-retten IBAN: DE 13 3705 0299 1006 0434 39 BIC: COKSDE33XXX Kreissparkasse Köln

 

Ein Freibad für alle Troisdorfer

Das Aggua soll modernisiert werden. Das ist gut. Nicht gut ist, dass dabei alle Becken des Freibad zugunsten von Kinderattraktionen entfallen sollen.

Der Rat der Stadt Troisdorf, hat beschlossen, dass der Umbau kein Thema für die Kommunalpolitik ist und die Verantwortung für die Planung und Ausführung in die die Hände der Troikomm gelegt. Somit ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Die Umbaumaßnahme richtet sich an den Bedürfnissen von Familien mit Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren aus. Die Außenwasserfläche würde sich auf 1/5, von jetzt 2.400 m2 auf dann 500 m2 verkleinern. Das einzige Becken, dass neu gebaut wird, 4 Bahnen mit 25 m Länge, wird eine Tiefe von 1,35 m haben - da ist Schwimmen kaum möglich. Es ist geplant, den Eintrittspreis für das neue Becken auf dem jetzigen Niveau des Freibadeintritts zu halten, die neuen Attraktionen sollen aber extra kosten.

Wird die Umbaumaßnahme durchgeführt wie geplant, hat dies massive Auswirkungen auf alle anderen Freibadnutzer. Schwimmabzeichen können dann in Troisdorf nicht mehr abgelegt werden. Auch Rettungsschwimmer, Polizisten, Feuerwehr und Tauchclubs sind von den Veränderungen betroffen.

Was ist ein Bürgerbegehren?

Das Bürgerbegehren ist ein Instrument der direkten Demokratie auf kommunaler Ebene. In wichtigen Angelegenheiten können die Bürger einer Stadt einen Antrag auf die Durchführung eines Bürgerbegehrens stellen. Ein Bürgerbegehren benötigt max. 3 Initiatoren. Der Antrag, der von einem bestimmten Anteil von Wahlberechtigten unterzeichnet werden muss, wird Bürgerbegehren genannt. Der Antrag enthält die sorgfältig formulierte Fragestellung mit Begründung, eine Kostenschätzung der Verwaltung für den Erfolgsfall, sowie die Benennung der Initiatoren und schließlich die Unterschriften. Benötigt werden mindestens 6 % der Stimmen aller kommunalwahlberechtigten Bürger.

Sind die Unterschriften gesammelt, wird das Bürgerbegehren offiziell eingereicht. Der Stadtrat prüft die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens. Ist die Zulässigkeit gegeben, kann der Stadtrat dem Antrag folgen, dann gibt es keinen zusätzlichen Bürgerentscheid. Folgt er ihm nicht, wird ein Bürgerentscheid durchgeführt. Die Organisation des Bürgerentscheids liegt in den Händen der Stadt. Diese hat dann 3 Monate Zeit, um den Bürgerentscheid durchzuführen.

Warum ein Bürgerbegehren?

  • Schwimmen ist nach Radfahren und Laufen die beliebteste Sportart.
  • Ein Freibad ist eine kommunale Aufgabe, der sich Troisdorf, als größte Stadt des Rhein-Sieg-Kreises, nicht entziehen darf. Ein Freibad ist kein Luxus, sondern ein unverzichtbarer Teil der kommunalen Daseinsfürsorge.
  • Es ermöglicht Schul- und Vereinsschwimmen und übernimmt soziale, kommunikative und gesundheitspräventive Aufgaben. Ein Freibad bietet die Möglichkeit in der Freizeit motorische Fähigkeiten spielerisch zu fördern: weniger Nichtschwimmer = weniger Badeunfälle.
  • Ein attraktives Schwimmangebot ist ein wichtiger Standortvorteil für die Stadt. Ein Freibad arbeitet so gut wie nie kosten-deckend. Aber Kulturveranstaltungen, Grünanlagen, öffentliche Plätze etc., bringen unter dem Strich in der Regel einen höheren Fehlbetrag pro Besucher.
  • Nach Auffassung der Initiatoren des Bürgerbegehrens ist die Modernisierung des Freibades von so großer kommunaler Bedeutung, dass die Stadt die Entscheidung nicht einer rein wirtschaftlich agierenden Betreibergesellschaft überlassen darf, sondern durch Transparenz und das frühzeitige Einbinden aller Akteure, örtliche Vereine, Bürger und Bürgerinnen, Initiativen und weiteren Akteuren, ein gemeinsames Konzept entwickelt, dass den Bedürfnissen aller Nutzergruppen entspricht.
  • Die vorliegenden Umbaupläne zielen ausschließlich auf Familien mit Kindern, die sich den Eintritt in ein teures Spaßbad leisten können. Die Bedürfnisse anderer Nutzergruppen, Jugendliche, Familien, die finanziell nicht gut ausgestattet sind, Paare, Singles, Rentner, Kinder, die ein Schwimmabzeichen ablegen möchten, Rettungskräfte, die trainieren müssen, Vereinssportler, die ein Wettkampfbecken benötigen, werden allesamt vernachlässigt.

 

 
 

Thema

Am 14. August 1938 wurde das Troisdorfer Strand- und Sportbad eröffnet.

Lesenswerter Artikel zum 75.Geburtstag des Freibades aus der Ausgabe 2/2013 des Stadtwerkemagazins InTro: "...Immerhin war es in der damaligen Zeit das erste weit und breit, das über ein imposantes Schwimmerbecken verfügte..."

DGfdB-Freibadbefragung 2018: Steigerung der Besucherzahl um 56%

An bundesdurchschnittlich 115 Betriebstagen kamen 61.188 Besuchen pro Freibad. 2017 waren es 41.316. Eine Steigerung um 56% - in NRW sogar um 70% im Vergleich zum Vorjahr.

Bedeutung für Sicherheit und Ehrenamt

Über die dramatischen Folgen des Freibadumbaus für die öffentliche Sicherheit, wenn dieser wie geplant umgesetzt wird.

Ein Freibad für alle Troisdorfer

Gesellschaftliche Mitbestimmungsrechte jetzt nutzen! Zugunsten eines attraktiven Freizeitangebotes in unserer Stadt

Durch die Nutzung unseres Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.  OK  Weitere Informationen