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Die Planung

Vorhandenes Aggerfreibad:

Das Freibad besteht laut aktueller Homepage des AGGUA derzeit aus einem
Schwimmerbecken 50 m mind. 20° | Nichtschwimmerbecken mind. 20°| Kinderbecken mind. 20° | Liegewiesen ca. 40.000 qm | Riesen-Wasserrutsche 87 m | Wasserpilz | Fußballplatz mit 2 Toren | Beachvolleyball-Spielfeld | Tischtennisplatten | Kinderspielplatz | Sonnengeschütztes Klettergerüst | Kiosk mit Sitzmöglichkeiten ( Quelle: www.aggua.de ).

Eckpunkte der Neuplanung:

  • Attraktive Lage an der Agger nutzen.
  • Angebot dem Freizeitverhalten der Menschen anpassen. Z.B.: Rutschbahn, Hüpfburg, Trampolin, Minigolf, Wasserspielfläche.
  • Beseitigung der Schwimmbecken: Nichtschwimmerbecken, Schwimmerbecken, Sprungbecken.
  • Parallele Nutzung von Hallen- und Freibad ermöglichen.

( Quelle: Praesentation_Ratssitzung ).

Aktuelle Eintrittspreise und erlaubte Verweildauer:

  Freizeitbad "AGGUA" Aggerfreibad
Preis 6,50 Euro 4,50 Euro
Nutzung 2 Stunden Ganztägig

Umplanung:

  Vorhanden Veränderung*
  2.400 qm Wasserfläche 500 qm Wasserfläche
1 Sprungturm und Sprungbecken Spieleinrichtung wie z.B. Trampolin
2 Schwimmerbecken, 50m Spieleinrichtung wie z.B. Hüpfburg oder Minigolf
3 Nichtschwimmerbecken Spieleinrichtung wie z.B. Rutschbahn (rechts dargestellt und nein; ohne Wasser!) oder Wasserspielplatz (Darstellung links)
4 Liegewiese (Für Besucher des Freizeitbades "AGGUA") Neue Aussenattraktion "Pooldeck" des Freizeitbades "AGGUA"

*Die offengelegten Pläne sind wenig aussagekräftig. Insbesondere wie sich TroiKomm/AGGUA die künftige Kombinutzung des neuen "Pooldecks" vorstellt und ob dies in der Tageskarte für das Aussengelände enthalten wäre, bleibt derzeit offen. Ganz eindeutig ist nur die Beseitigung aller vorhandenen Schwimmbecken des Aggerfreibades.

Fazit

Die Gegenüberstellung von Alt und Neu zeigt, dass der geplante Umbau sich auf die Beseitigung der vorhandenen Becken konzentriert. Diese müssten dann nicht einmal vollständig zurück gebaut werden sondern würden durch Hüpfburg, Trampolin etc. abgedeckt. Zur Begründung wird ein verändertes Freizeitverhalten ausgemacht, für das Schwimmen nicht mehr zeitgemäß ist.

Dieses veränderte Freizeitverhalten wird von TroiKomm/Aggua jedoch nicht belegt. Grundlage für diese Annahme sind offenbar einzig die sinkenden Besucherzahlen des Freibades. Der Troisdorfer Trend ist nicht nur gegenläufig zu den Bädern aller Nachbarkommunen, die 2018 Rekordbesucherzahlen melden. Er wird auch von der aktuellen Studie des DGfdB widerlegt, die Bundesweit 56%, in NRW sogar 70% mehr Freibadbesucher gezählt hat. Die im vergangenen Sommer zu beobachtende Frequentierung von Agger und umliegenden Seen durch Jugendliche und viele Familien, den damit verbundenen Gefahren zu Trotz, sprechen ebenfalls dafür, dass das Bedürfnis nach Erfrischung im Wasser nach wie vor ungebrochen ist. Im Rekordsommer 2018 anhaltend sinkende Besucherzahlen im Aggua sprechen eher für eine hausgemachte Krise, bedingt durch fehlende Investitionen im Freibadbereich über 20 Jahre, was sicher nicht zur Erhaltung der Attraktivität beitrug. Im vergangenen Sommer war sogar die vorübergehende Schließung wegen akuter Gesundheitsgefahren erforderlich.

Im Kundenmagazin InTro Juni 2018 der Stadtwerke Troisdorf GmbH wurden erstmals Teile der Pläne der TroiKomm/Aggua GmbH zur Modernisierung des AGGUA Troisdorf veröffentlicht. An das Hallenbad soll ein neues 25-m-Außenbecken mit einer Wassertiefe von 1,35m aus Edelstahl mit zugehörigem Pooldeck angebaut werden.:


Zwar zeigt die Architektenzeichung eine Außentreppe, die in den neu geplanten Freizeitpark führt, es spricht aber vieles dafür, das Besucher des heutigen Aggerfreibad-Geländes diesen neu geplanten Pool, der nicht einmal halb so groß ist wie das heutige Schwimmbecken nicht so einfach (ohne Aufpreis) werden nutzen dürfen.

  • Das sog. "Pooldeck" als einziges Schwimmbecken könnte die Besucher des AGGUA Freizeitbads und des Aggerfreibades an den sog. Hochfrequenztagen gar nicht aufnehmen. Es wäre schlicht zu klein.
  • Auch heute gibt es bereits einen Tarif, der die gemeinsame Nutzung des AGGUA und des Freibades ermöglicht. Dieser ist natürlich deutlich teurer als ein einfaches Freibad-Ticket.

Damit drängt sich der Verdacht auf, dass die „Attraktive Lage an der Agger“ mit dem neuen, rein kommerziell ausgelegten Spielgelände vielmehr dazu genutzt werden soll, die Attraktivität des AGGUA Freizeitbades zu erhöhen um zahlungskräftige Kundschaft aus dem Umland anzuziehen.

Für Troisdorfer Besucher des Aggerfreibades die Wert darauf legen, ins kühlende Nass zu springen, könnte das in Zukunft bedeuten für zwei Stunden 6,50 Euro zahlen zu müssen statt wie bisher einen Tag im Freibad für 4,50 Euro zu bekommen. Für weitere, geplante Attraktionen ( Trampolin oder Mini-Golf ) können über den allgemeinen Eintrittspreis zum Freizeitgelände jeweils zusätzliche Entgelte, z.B: für die Miete von Schlägern oder das betreten eingezäunter Bereiche fällig sein. So jedenfalls der aktuelle Stand der Überlegungen.

 
 

Thema

Am 14. August 1938 wurde das Troisdorfer Strand- und Sportbad eröffnet.

Lesenswerter Artikel zum 75.Geburtstag des Freibades aus der Ausgabe 2/2013 des Stadtwerkemagazins InTro: "...Immerhin war es in der damaligen Zeit das erste weit und breit, das über ein imposantes Schwimmerbecken verfügte..."

DGfdB-Freibadbefragung 2018: Steigerung der Besucherzahl um 56%

An bundesdurchschnittlich 115 Betriebstagen kamen 61.188 Besuchen pro Freibad. 2017 waren es 41.316. Eine Steigerung um 56% - in NRW sogar um 70% im Vergleich zum Vorjahr.

Bedeutung für Sicherheit und Ehrenamt

Über die dramatischen Folgen des Freibadumbaus für die öffentliche Sicherheit, wenn dieser wie geplant umgesetzt wird.

Ein Freibad für alle Troisdorfer

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