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Der Rat der Stadt Troisdorf hat ohne Bürgerbeteiligung jede Verfügung über das ehemals kommunale Freibad endgültig in nichtöffentliche Gremien der Betreibergesellschaften verschoben. Das bedeutet eine Beseitigung aller vorhandenen Schwimmbecken und deren Ersatz durch ein einziges Nichtschwimmerbecken. Die Wasserfläche wird auf 1/5 reduziert. Das ehemalige Freibad wird durch einen Spielplatz ersetzt. Das geplante Angebot ist primär auf Familien mit kleineren Kindern ausgelegt und legt auf aktives Schwimmen keinen Wert mehr. Die Inanspruchnahme der geplanten Attraktionen wird nach unserer Einschätzung den Aufenthalt für alle Besuchergruppen verteuern und die Interessen von Jugendlichen, Rentnern und Vereinen werden vernachlässigt. Im Rahmen der Schließung anderer kommunaler Badeanstalten früher gegebene Versprechen werden nicht eingehalten.
 

Das fällt euch auf die Füße!

Nicht der Erfolg des Bürgerbegehrens wäre das Problem. Ein kommunales, öffentliches Freibad mit einem einzigen, 500 qm großen Nichtschwimmerbecken wird natürlich scheitern. Und wird dann zum Problem!

Umgerechnet auf die Einwohnerzahl hätte Troisdorf max. 10% der durchschnittlichen Wasserfläche deutscher Freibäder und bestünde nur noch aus einem kleinen Nichtschwimmerbecken. Wer würde ausgerechnet hier hin wollen, wenn er ein Freibad sucht?

Verglichen mit umliegenden Gemeinden hatte Troisdorf 2018 spektakulär niedrige Besucherzahlen. Trotzdem kamen immer noch bis zu 2.000 Besucher. Selbst wenn es nicht gelingt, wieder mehr Besucher anzuziehen, macht das in Zukunft 0,25 qm Wasserfläche pro Person. Wie soll das funktionieren?

Sie kennen vielleicht den Anblick des alten Nichtschwimmerbeckens an einem heißen Sommertag: Erwachsene stehen zum Gespräch darin, ältere Kinder toben herum und spielen Ball, kleine Kinder werden von Ihren Eltern mit Wasser vertraut gemacht. Das neue Nichtschwimmerbecken wird aber nur halb so groß sein. Andere Becken zum ausweichen wird es nicht mehr geben. Wird da jemand hin gehen?

Wer zahlt 4 € Eintritt und nochmal extra für einen Schläger um „Adventure-Golf“ zu spielen?

Wer zahlt 4 € für eine Liegewiese - selbst in Laufweite zu einem überfüllten Nichtschwimmerbecken?

Eine Massageliege auf einem Kinderspielplatz?

 
 

Thema

Am 14. August 1938 wurde das Troisdorfer Strand- und Sportbad eröffnet.

Lesenswerter Artikel zum 75.Geburtstag des Freibades aus der Ausgabe 2/2013 des Stadtwerkemagazins InTro: "...Immerhin war es in der damaligen Zeit das erste weit und breit, das über ein imposantes Schwimmerbecken verfügte..."

DGfdB-Freibadbefragung 2018: Steigerung der Besucherzahl um 56%

An bundesdurchschnittlich 115 Betriebstagen kamen 61.188 Besuchen pro Freibad. 2017 waren es 41.316. Eine Steigerung um 56% - in NRW sogar um 70% im Vergleich zum Vorjahr.

Bedeutung für Sicherheit und Ehrenamt

Über die dramatischen Folgen des Freibadumbaus für die öffentliche Sicherheit, wenn dieser wie geplant umgesetzt wird.

Ein Freibad für alle Troisdorfer

Gesellschaftliche Mitbestimmungsrechte jetzt nutzen! Zugunsten eines attraktiven Freizeitangebotes in unserer Stadt

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