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Der Rat der Stadt Troisdorf hat ohne Bürgerbeteiligung jede Verfügung über das ehemals kommunale Freibad endgültig in nichtöffentliche Gremien der Betreibergesellschaften verschoben. Das bedeutet eine Beseitigung aller vorhandenen Schwimmbecken und deren Ersatz durch ein einziges Nichtschwimmerbecken. Die Wasserfläche wird auf 1/5 reduziert. Das ehemalige Freibad wird durch einen Spielplatz ersetzt. Das geplante Angebot ist primär auf Familien mit kleineren Kindern ausgelegt und legt auf aktives Schwimmen keinen Wert mehr. Die Inanspruchnahme der geplanten Attraktionen wird nach unserer Einschätzung den Aufenthalt für alle Besuchergruppen verteuern und die Interessen von Jugendlichen, Rentnern und Vereinen werden vernachlässigt. Im Rahmen der Schließung anderer kommunaler Badeanstalten früher gegebene Versprechen werden nicht eingehalten.
 

Die Stadt hat geprüft:

Das Bürgerbegehren zur Rettung des Aggerfreibads ist offensichtlich zulässig. Was passiert nun?

Am 8. April haben wir 2.373 Listen mit insgesamt 8.403 Unterschriften abgegeben. Gebraucht hätten wir eigentlich „nur“ 3.538 Unterschriften für das Bürgerbegehren. Um Zeit und Kosten zu sparen, hat die Verwaltung nach 4.001 gültigen Unterschriften die weitere Prüfung eingestellt. Nach rechtlicher Einschätzung der Verwaltung ist das Bürgerbegehren zulässig. Der Rat der Stadt muss nun die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens feststellen.

So weit so gut, das ist schon mal ein Erfolg. Ab jetzt laufen die nächsten Schritte zweigleisig:

Zum einen geht die Verwaltung davon aus, dass in es zu einem Bürgerentscheid kommt und hat mit den Vorbereitungen begonnen. Dazu gehören 2 Ratssitzungen und die Vorarbeiten für den anstehenden Bürgerentscheid.
Zum anderen hat der Aufsichtsrat der Troikomm beschlossen, die geplanten Umbaumaßnahmen vorübergehend auf Eis zu legen und ein Alternativkonzept mit dem Erhalt des Schwimmerbeckens und der Sprunganlage zu erarbeiten.

Wir, die Initiatoren des Bürgerbegehrens, favorisieren selbstredend ein Alternativkonzept und gehen positiv gestimmt in die anstehenden Gespräche mit den Geschäftsführern der Troikomm. Im weiteren Verlauf kommt es dann vielleicht auch endlich mit den Vertretern der verschiedenen politischen Parteien, die unser Anliegen nicht unterstützen.

Die Termine im Einzelnen:

Die Ratssitzung für die Feststellung der Zulässigkeit findet am 7. Mai um 18.00 Uhr statt. Mit der Feststellung der Zulässigkeit beginnt die 3-Monatsfrist zur Vorbereitung des Bürgerentscheids. Die Sitzung ist öffentlich, jeder hat Interesse und Zeit hat, ist herzlich eingeladen sie entweder live vor Ort oder mittels Audiostream zu verfolgen.

Außerdem wird es am 18. Juni 2019 eine Sondersitzung geben, in der sich der Rat ausschließlich mit der Fragestellung Aggerfreibad befassen und eine Entscheidung herbeiführen will. Entweder kommt es in dieser Ratssitzung zu einem Kompromiss zwischen reinem Spaßbad und einem Freibad, das den Bedürfnissen aller Nutzer entspricht. Oder es wird beschlossen, dass der Bürgerentscheid durchgeführt wird.

Auch für den Bürgerentscheid gibt es schon einen Termin. Dieser ist für den 4. August 2019 terminiert.

 
 

Thema

Am 14. August 1938 wurde das Troisdorfer Strand- und Sportbad eröffnet.

Lesenswerter Artikel zum 75.Geburtstag des Freibades aus der Ausgabe 2/2013 des Stadtwerkemagazins InTro: "...Immerhin war es in der damaligen Zeit das erste weit und breit, das über ein imposantes Schwimmerbecken verfügte..."

DGfdB-Freibadbefragung 2018: Steigerung der Besucherzahl um 56%

An bundesdurchschnittlich 115 Betriebstagen kamen 61.188 Besuchen pro Freibad. 2017 waren es 41.316. Eine Steigerung um 56% - in NRW sogar um 70% im Vergleich zum Vorjahr.

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Über die dramatischen Folgen des Freibadumbaus für die öffentliche Sicherheit, wenn dieser wie geplant umgesetzt wird.

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