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Der Rat der Stadt Troisdorf hat ohne Bürgerbeteiligung jede Verfügung über das ehemals kommunale Freibad endgültig in nichtöffentliche Gremien der Betreibergesellschaften verschoben. Das bedeutet eine Beseitigung aller vorhandenen Schwimmbecken und deren Ersatz durch ein einziges Nichtschwimmerbecken. Die Wasserfläche wird auf 1/5 reduziert. Das ehemalige Freibad wird durch einen Spielplatz ersetzt. Das geplante Angebot ist primär auf Familien mit kleineren Kindern ausgelegt und legt auf aktives Schwimmen keinen Wert mehr. Die Inanspruchnahme der geplanten Attraktionen wird nach unserer Einschätzung den Aufenthalt für alle Besuchergruppen verteuern und die Interessen von Jugendlichen, Rentnern und Vereinen werden vernachlässigt. Im Rahmen der Schließung anderer kommunaler Badeanstalten früher gegebene Versprechen werden nicht eingehalten.
 

Geschafft!

Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben.

Die Übergabe von weit mehr als 8.000 Unterschriften an unseren Bürgermeister gestern setzte den Schlusspunkt unter unser Bürgerbegehren. Jetzt können wir erst einmal nichts weiter tun, als die Auszählung der formal korrekten (also vollständigen, lesbaren und kommunalwahlberechtigten) Unterschriften abzuwarten. Auch wenn manchem Teilnehmer die Angabe seines Geburtsdatums auf unserer Unterschriftenliste suspekt erschien, habe ich keinen Zweifel dass wir das erforderliche Quorum von ca. 3.700 natürlich überspringen werden.

Einige Äußerungen die gestern Nachmittag gefallen sind, stimmen aber nachdenklich und könnten darauf hindeuten, dass es damit für uns noch nicht ausgestanden ist. Im Gespräch mit der Presse und den anwesenden Unterstützern des Bürgerbegehrens verwies unser Bürgermeister darauf, dass „die Politik das entscheiden muß“.

Er ist dabei mit keinem Wort auf die vielen Aktenordner vor ihm und die Tatsache eingegangen, dass sich ein Bürgerentscheid (§26 GO NRW) jetzt wohl nur noch mit formaljuristischen Zweifeln am Verfahren behindern ließe. Über eine Streichung des Freibades würde dann nicht mehr „die Politik“ sondern die TroisdorferInnen direkt entscheiden.

Vielleicht führt unser Votum also noch nicht direkt zu einem erneuten Diskurs über eine Neugestaltung der Planung und wir müssen uns auf eine dann sicher noch schärfere Auseinandersetzung nach der Europawahl gefasst machen.

Ich hoffe wir können wieder auf eure Unterstützung zählen.

 
 

Thema

Am 14. August 1938 wurde das Troisdorfer Strand- und Sportbad eröffnet.

Lesenswerter Artikel zum 75.Geburtstag des Freibades aus der Ausgabe 2/2013 des Stadtwerkemagazins InTro: "...Immerhin war es in der damaligen Zeit das erste weit und breit, das über ein imposantes Schwimmerbecken verfügte..."

DGfdB-Freibadbefragung 2018: Steigerung der Besucherzahl um 56%

An bundesdurchschnittlich 115 Betriebstagen kamen 61.188 Besuchen pro Freibad. 2017 waren es 41.316. Eine Steigerung um 56% - in NRW sogar um 70% im Vergleich zum Vorjahr.

Bedeutung für Sicherheit und Ehrenamt

Über die dramatischen Folgen des Freibadumbaus für die öffentliche Sicherheit, wenn dieser wie geplant umgesetzt wird.

Ein Freibad für alle Troisdorfer

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